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Von der Hoffnung auf Demokratie – bis zum Schrecken der Diktatur

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 erhalten vielfältige Eindrücke auf der historischen Studienfahrt nach Weimar und Buchenwald…

Die Wiege der deutschen Demokratie steht in Weimar. Zumindest wenn man die Nationalversammlung, die 1919 im Hoftheater in Weimar tagte, als Geburtsstätte der nach ihrem Tagungsort benannten „Weimarer Republik“ versteht. So widmete sich der erste Teil der zweitägigen Studienfahrt der Klassen der Jahrgangsstufe 9 den Hoffnungen, die die Menschen nach dem verheerenden 1. Weltkrieg und den Wirren der Revolution in Deutschland mit dem Aufbruch in eine neue Zeit verbanden. In einer Stadtführung durch Weimar erliefen sich die Schülerinnen und Schüler die historischen Stätten der Verhandlungen, die zur ersten Republik auf deutschem Boden führen sollten.

Der zweite Tag stand im Zeichen des Grauens und der Schrecken, mit der die nationalsozialistische Diktatur ihre Gegner verfolgte und vernichtete – und das ganz in der Nähe des kulturellen Zentrums Weimar: im Konzentrationslager Buchenwald. Der Wandel einer Gesellschaft von hoffnungsvoller Demokratie hin zur Schreckensherrschaft der NS-Diktatur und die im Menschen angelegten Fähigkeiten sowohl zu kulturellem Fortschritt und Friedfertigkeit als auch zu menschenverachtender Grausamkeit und Verfolgungswahn – diesen Gegensatz, dieses menschliche Paradoxon konnten die Schülerinnen und Schüler begleitet durch Expertinnen der Gedenkstätte direkt und anschaulich begreifen.

So endete die zweitägige Studienfahrt angemessen: Nachdenkliche Gespräche über das Erlebte und ausgelassene Freude über das Leben in einer freien, friedlichen und demokratischen Gesellschaft bestimmten die lange Rückreise nach Köln. So wurde durch die Studienfahrt Geschichte nicht nur erlebbar, sondern fand einen Anknüpfungspunkt im heutigen Leben der Schülerinnen und Schüler – Geschichte at it’s best!