Konflikte - nichts Außergewöhnliches, aber bitte mit Kultur!

An einem Ort, an dem eine große Anzahl von Menschen unterschiedlichen Alters mit ihren je eigenen Temperamenten, Erwartungen, Interessen, Fähigkeiten, Rollen, Werten und Normen zusammen leben, arbeiten und lernen, sind Konflikte unvermeidbar.

Dies muss niemanden erschrecken, wenn man einen Konflikt als etwas begreift, das zum Alltag und dem Leben in einer sozialen Gemeinschaft dazu gehört und als Situationen, Probleme oder Streitigkeiten beschreibt, die einer speziellen und strukturierten Lösung bedürfen.

Unser Anliegen ist es, diesen Situationen offensiv zu begegnen und die Wege bereit zu stellen, die es ermöglichen, fair und vorurteilsfrei eine Lösung herbeizuführen oder zumindest den Standpunkt des Anderen zu verstehen und zu respektieren.

Wege der Konfliktbewältigung

Im Konfliktfall muss mitgeteilt werden, was inhaltlich strittig ist:

  • Zunächst sollte versucht werden, mit den unmittelbar Beteiligten Kontakt aufzunehmen und damit zu signalisieren, dass Gesprächsbereitschaft besteht.
  • Ist dies gescheitert oder der Konflikt zu schwerwiegend, so sollten die Klassenlehrer/innen bzw. Beratungslehrer/innen eventuell in Verbindung mit den Stufenkoordinator/innen die Ansprechpartner sein.
  • Auf der Elternseite können die Vorsitzenden der Klassen- oder Jahrgangsstufenpflegschaft einbezogen werden.
  • In fachspezifischen Fragen können die Vorsitzenden der Fachkonferenzen um Hilfe gebeten werden.
  • Lehrer/innen können sich an den Lehrerrat wenden.
  • Als oberste und letzte Instanz steht die Schulleitung zur Verfügung.

Geht es bei Konflikten um Dinge der allgemeinen Schulpolitik, sollte die Schulleitung vorrangig tätig werden. Den Konflikten des pädagogischen Alltagsgeschehens sollten sich zunächst die Lehrer/innen zuwenden.

Punktuelle und emotional aufgeladene Einzelfälle sollten den Schulalltag und dessen routinemäßige Abläufe so wenig wie möglich belasten.

Für die Schulgemeinschaft: P. Wolf, Schulleiterin